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Energienews


13.02.2013

Studie zum Thema Energiemanagement

Das CleanEnergy Project, Branchennetzwerk für erneuerbare Energien, Cleantech und Nachhaltigkeit, hat zusammen mit der IEEE Standards Association die Ergebnisse seiner Umfrage zum Thema Energiemanagement veröffentlicht.

Anlass zu der Umfrage waren unter anderem die Stromausfälle in München Ende des letzten Jahres und die Frage, ob wir mit solchen Blackouts auch in Zentraleuropa in Zukunft häufiger rechnen müssen. 96 % der über 800 Umfrageteilnehmer sehen eine Notwendigkeit für Energiemanagement-Systeme, die die Nachfrage und das Angebot von Energie intelligenter steuern und so die vorhandene Energiekapazität besser nutzen.

Als Hindernisse bei der Umsetzung eines solchen Energiemanagements sahen 30 % der Befragten mangelnden politischen Willen und fehlende staatliche Förderprogramme. Je 18 % nannten das Fehlen grenzübergreifender Industriestandards sowie von Anreizen für Verbraucher, gefolgt von einer fehlenden Einbindung der erneuerbaren Energien in den Regelleistungsmarkt.

42 % der Teilnehmer halten es für unwahrscheinlich, dass Industrieunternehmen bereit sind, auf einen flexibleren Energieverbrauch umzusteigen. Sie befürchten, Aufwand und Kosten für Prozessänderungen könnten die Industrie von einem Umstieg abhalten. 58 % hingegen denken, Industrieunternehmen seien zu einer Umstellung bereit, sofern es dafür einen wirtschaftlichen Anreiz gibt. Auch die Bereitschaft von Privathaushalten, auf einen flexibleren Energieverbrauch umzusteigen, halten 76 % für wahrscheinlich, wenn dies mit wirtschaftlichen Vorteilen verbunden wäre. Bei den Privatverbrauchern könnten aber auch Umweltaspekte einen Anstoß geben, vermuten die Studienteilnehmer.

93 % der Befragten gehen davon aus, dass ein bewusster und auf mehr Effizienz ausgerichteter Umgang mit Energie zur Lösung von Versorgungsproblemen beitragen kann. Allerdings sehen sie fehlendes Know-How sowie fehlendes Vertrauen, dass Einsparungen eingehalten werden als mögliche Barrieren für einen Fortschritt in diese Richtung.

Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse steht unter www.cleanenergy-project.de




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