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Energienews


01.08.2011

Kommunale Anlagentechnik - bis zu 30% der bezahlten Energie bleibt ungenutzt

Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH hat gemeinsam mit externen Energieberatern in 16 ausgewählten kommunalen Einrichtungen sächsischer Städte und Gemeinden, wie Schulen, Kindergärten und Verwaltungsgebäuden, die Anlagentechnik temporär mit Messtechnik versehen.

Die herausgefundenen Einsparpotenziale sind beachtlich. Mit der Energiekostenabrechnung erhalten Gebäudenutzer keine Angaben zu ihrer verbrauchten Nutzenergie (z. B. Raumheizung), sondern nur Zahlen zur Endenergie (Energielieferung). Erst aus dem Verhältnis Nutzenergie zu Endenergie errechnet sich die Energieeffizienz der Anlagen. In vielen Anlagen sind für die Nutzenergie jedoch keine geeigneten Messeinrichtungen vorhanden. Belastbare Aussagen zur Energieeffizienz der Anlage sind daher kaum möglich.
Dies war der Ansatzpunkt für das Projekt „Initialmessungen an Anlagentechnik“ der Sächsischen Energieagentur - SAENA GmbH. Durch die Initiierung und Durchführung von Auftaktmessungen in einzelnen kommunalen Liegenschaften sollten kommunale Entscheidungsträger sensibilisiert werden, das Einsparpotenzial durch Optimierung der vorhandenen Anlagentechnik zu analysieren und mit entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Dabei wurden ausschließlich Gebäude betrachtet, bei denen die Anlagentechnik formal gut funktionierte. Die Nutzungseinheiten konnten ausreichend mit Wärme versorgt werden, seitens der Nutzer gab es in dieser Richtung kaum Beanstandungen.
Die Bewertung der Anlageneffizienz fiel dagegen deutlich schlechter aus. Der durchschnittliche Nutzungsgrad (Verhältnis Nutzenergie zu Endenergie) differierte in der Heizperiode zwischen 60 und 80 %, d. h. durchschnittlich 30 % der gelieferten und bezahlten Energie konnte nicht für die Beheizung genutzt werden.
 

Nach Auswertung aller Daten wird eingeschätzt, dass sich bereits mit einer Anlagenanpassung an den tatsächlichen Bedarf, die Energieverbrauchswerte deutlich senken lassen. Bei über 90 % der Anlagen ist Optimierungspotenzial beim hydraulischen Abgleich vorhanden. Nur mit einer hydraulisch abgeglichenen Anlage kann eine bedarfsgerechte und verlustarme Versorgung der Verbraucher gesichert werden. Das Regelverhalten der Anlagen muss optimiert werden. Häufigste Fehler waren nicht angepasste überhöhte Vor- und Rücklauftemperaturen, zu hoher Förderdruck der Umwälzpumpen und keine Absenkung der Raumtemperaturen außerhalb der Nutzungszeiten. Dies führt auch dazu, dass die effiziente Brennwerttechnik von Wärmeerzeugern oft nicht genutzt werden kann.
In der Regel sollte eine deutliche Einsparung von Endenergie schon mit nicht- oder geringinvestiven Maßnahmen zur Anlagenoptimierung erzielt werden. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Bei zwei Liegenschaften war die Wärmeerzeugung und Anlagentechnik derart überdimensioniert, dass mit Anlagenoptimierung keine akzeptablen Effizienzwerte möglich sind. Hier ist nach einer Bedarfsanalyse eine wirtschaftliche Variantenuntersuchung investiver Maßnahmen erforderlich.
Das Einsparpotenzial wird auf 10 bis 30 % bzw. jährlich 500 € bis 12.000 € je Gebäude geschätzt.
Für die Durchführung von Initialmessungen können sich Energieberater von kommunalen Einrichtungen direkt an die SAENA wenden.

www.saena.de




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