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Energienews


12.09.2011

Holzindustrie: 1. Halbjahr 2011 mit Umsatzplus von 10,4 %

Nach einem Umsatzplus von 5,8 % im Gesamtjahr 2010 konnte die deutsche Holzindustrie ihren Umsatzzuwachs im ersten Halbjahr 2011 kräftig ausbauen.

Die Umsätze der Herstellerbetriebe liegen mit einem Anstieg von 10,4 % auf 16 Mrd. € deutlich über Vorjahresniveau. Auch wenn diese Umsatzsteigerung zu einem Teil preisgesteuert ist – schließlich wird der Rohstoff immer teurer – so liegt unsere Gesamtbranche zur Mitte des Jahres 2011 fast wieder auf dem Niveau von 2008.

Zahl der Mitarbeiter stieg um 1.000

Die 394 Betriebe (-2,2 %) mit mehr als 50 Beschäftigten im Holzgewerbe (also der Holzindustrie ohne Möbelindustrie) setzten zwischen Januar und Juni 2011 insgesamt 7,3 Mrd. € um und damit 13,8 % oder rund 800 Mio. € mehr als im ersten Halbjahr 2010 (6,5 Mrd. €). Infolge der positiven konjunkturellen Entwicklung stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 1,8 % oder um 1.000 auf rund 56.200.

Sägewerke deutlich im Plus

Deutlich besser als der Durchschnitt entwickelten sich die Sägewerke, die angesichts der gestiegenen Nachfrage aus den nachfolgenden Produktionsstufen und der deutlich steigenden Rohstoffkosten Umsatzzuwächse von 23,6 % auf 2,2 Mrd. € vermelden konnten.

Parketthersteller optimistisch


Die Erlöse der Parkettproduzenten legten im ersten Halbjahr ebenfalls deutlich um 18,2 % auf 140 Mio. € zu. Diese Steigerung ist vor allem auf die gestiegene Nachfrage im Wohnbau zurückzuführen. Die Parketthersteller melden insbesondere aus dem zweiten Quartal 2011 wieder deutlich steigende Auftragseingänge, so dass auch die Aussichten für das zweite Halbjahr mehrheitlich optimistisch sind.

Fensterhersteller erwarten weiteres Wachstum


Die zum sogenannten baunahen Bereich gehörenden Hersteller von Fertighäusern, Fenstern und Türen profitierten im bisherigen Jahresverlauf insbesondere von der Belebung des Wohnungsbaus. Der Umsatz der 171 Betriebe stieg deutlich um 8,2 % auf 2,1 Mrd. €. Die Hersteller von Fenstern, Türen und Fassaden gehen aufgrund der Auftragslage von einem weiteren Wachstum für das zweite Halbjahr aus.


Fertigbau mit plus 27,5 %

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg die Zahl der genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser in Holz-Fertigbauweise im 1. Halbjahr 2011 um 27,5 % und damit so stark wie seit Jahren nicht mehr. Die Auslastung ist bei den meisten Unternehmen bis weit ins nächste Jahr gewährleistet.


Holzwerkstoffindustrie leicht unterdurchschnittlich

Leicht unterdurchschnittlich verlief die Umsatzentwicklung in der Holzwerkstoffindustrie, die im 1. Halbjahr lediglich um 2,4 % auf 2,1 Mrd. € zunahm. Hierin spiegelt sich die europaweit nach wie vor verhaltene Möbelkonjunktur als Hauptabnahmequelle dieses Industriezweiges.


Paletten und Holzverpackungen: Rekordjahr erwartet

Die Hersteller von Paletten und Holzverpackungen konnten im laufenden Jahr erstmals wieder an die Erfolge der Vorkrisenjahre anknüpfen. Der Umsatz in diesem Segment stieg im ersten Halbjahr 2011 um stolze 37,5 % auf rund 300 Mio. €. Auch wenn das zweite Halbjahr wegen der guten Vorjahreszahlen nicht mehr in diesen Dimensionen wachsen wird, rechnet die Teilbranche insgesamt mit einem Rekordjahr.


Die kleine Sparte Holzveredelung wie etwa Furnier und Herstellung von Kork-, Flecht- und Korbwaren verzeichnete einen unterdurchschnittlichen Umsatzzuwachs um 8,1 % auf rund 350 Mio. €.

Positive Inlandsnachfrage

Die Steigerung der Erlöse um 13,8 % im gesamten Holzgewerbe ist in erster Linie auf die positive Inlandsnachfrage zurückzuführen. Während der Umsatzzuwachs im Inland 14,9 % betrug, waren es im Ausland nur 10,9 %. Die Exportquote lag somit bei 28,1 % und damit leicht unter dem Vorjahreswert (28,9%).



Prognose 2011: Holzgewerbe + 10 %

Gesamtgewerbe: + 7 bis 8 %

Aufgrund der nach wie vor positiven Fundamentaldaten in Deutschland rechnen wir nicht mit einem Konjunktureinbruch, sondern nur mit einer leichten Abschwächung. Wegen des bisherigen Konjunkturverlaufs, der positiven Impulse im baunahen Bereich sowie des gestiegenen Preisniveaus gehen wir für das Gesamtjahr 2011 von einem Umsatzanstieg im Holzgewerbe von rund 10 % aus. Für die gesamte Holz- und Möbelindustrie dürfte der Umsatzanstieg angesichts der etwas geringeren Dynamik bei den Möbeln im Gesamtjahr 2011 bei 7 bis 8 % liegen.

Sorge um Verfügbarkeit und Preise


Derzeit machen die kontinuierlich steigenden Holzpreise unseren Unternehmen das Leben besonders schwer. Alleine im Jahr 2010 ist der Preis für Schnittholz um 19 Prozent gestiegen und bis Juni 2011 nochmals um weitere 8,5 Prozent. Eine Entspannung ist also nicht in Sicht. Im Gegenteil: es sind weitere Preiserhöhungen angekündigt. Diese Preissteigerungen kommen hauptsächlich deshalb zustande, weil die Waldbesitzer das Angebot künstlich knapp halten. 2010 wurden lediglich 54,4 Millionen Festmeter eingeschlagen – 8,5 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre. 2011 wird dies nicht großartig anders aussehen. Dabei wächst derzeit in Deutschland viel mehr nach als eingeschlagen wird. Pro Jahr nimmt der Waldbestand um 95 Mio. Festmeter zu, wovon jedoch nur ca. die Hälfte geerntet wird. Daher ist auch die zunehmende Tendenz der Bundesländer unverständlich, Waldflächen aus der wirtschaftlichen Nutzung zu nehmen, weil dadurch das Angebot ohne Not noch weiter verknappt wird. Es ist genug heimisches Holz vorhanden. Es verstärkt zu nutzen, wäre für Umwelt und Industrie mehr als sinnvoll.


Forderung: Keine weitere Verknappung des Angebots

Zusätzlich zur künstlichen Verknappung werden die Energie- und Klimaschutzziele der Bundesregierung absehbar zu einem verstärkten Einsatz von Biomasse zur Verstromung führen und damit den Konkurrenzkampf um den Rohstoff Holz tendenziell weiter verschärfen. Für uns ist klar: die stoffliche Nutzung von Holz muss ganz deutlich Vorrang haben. Eine Verbrennung des Holzes darf erst nach einer Kaskadenutzung erfolgen.. Die Politik auf allen Ebenen darf nicht zulassen, dass der Holzindustrie der Rohstoff entzogen wird. Es geht im Gegenteil darum, zukünftig mehr Holz für die wirtschaftliche Nutzung zur Verfügung zu stellen. Denn jüngere Berechnungen der Universität Hamburg haben gezeigt, dass das Holzpotenzial bis zum Jahr 2020 europaweit deutlich gesteigert werden muss, um die Vorgaben einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 20 % zu erreichen. Hier geht es also um die Mobilisierung zusätzlicher Mengen und nicht um eine weitere Verknappung des Angebots.

Sorge um Überalterung und Branchennachwuchs

Die demografische Entwicklung ist in aller Munde und macht auch vor der deutschen Holzindustrie nicht halt. Die Branche befindet sich in einem zunehmenden und absehbaren Alterungsprozess. Dies liegt daran, dass weniger junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachrücken als absehbar ältere Beschäftigte ausscheiden werden. Der Branchennachwuchs reicht derzeit nicht aus, diese Differenz auszugleichen. Das bedeutet: Wenn die Unternehmen und wir als Branche insgesamt jetzt nicht umsteuern, ist ein dramatischer Fachkräftemangel absehbar. Wir wollen dem entgegenwirken und bearbeiten dieses wichtige Branchenthema erstmals gemeinsam mit unserem Sozialpartner, der IG Metall. Hierbei setzen wir uns drei Ziele:

Neuen Ausbildungsberuf für Montage schaffen

1. Wir wollen mehr Nachwuchs gewinnen und jungen Menschen eine attraktive Ausbildung rund um den natürlichen Werkstoff Holz anbieten. Wir bilden Holzmechaniker – oder man könnte auch sagen „Industrie-Tischler“ – auf hohem technischem Niveau aus und feilen weiter an den Inhalten und der Vermarktung dieses Berufs. Das Produkt ist gut, wir werden und müssen es künftig noch intensiver bewerben, um mehr Berufseinsteiger für unsere Branche zu interessieren. Darüber hinaus fordern wir für unsere Unternehmen mit hohem Montageanteil ein neues Berufsbild. Ca. 1.400 neue Stellen könnten geschaffen werden, wenn die Betriebe im Innenausbau, Ladenbau und im Fertigbau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ausbilden könnten.

2. Wir wollen ältere Beschäftigte so lange wie möglich im Beruf halten. Unsere Mitarbeiter sollen bis zum Rentenalter in unserer Branche arbeiten können. Die Unternehmen können und wollen auf Fachkräfte, ihre Erfahrung und ihr Know-How nicht verzichten. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen sich der Herausforderungen annehmen, die älteren Mitarbeitern bei der Bewältigung ihrer Aufgaben entstehen. Dies einerseits über eine betriebswirtschaftlich sinnvoll gestaltete Arbeitsplatzergonomie, andererseits aber muss auch der Arbeitnehmer verstärkt seine physische und psychische Fitness im Auge behalten und gesundheitsfördernd vorbeugend im Hinblick auf seine Arbeitserfordernisse eigenverantwortliche Maßnahmen zum eigenen Vorteil ergreifen. Dies alles sollte dann als Gesamtkonzept in Abstimmung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer geschehen. Generell sind aber sicherlich die Erfordernisse immer individueller zu bewerten und bedingen den engen Dialog zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber.

Demographischer Wandel wird Branchen-Kernthema

3. Wir erklären den demografischen Wandel zum Branchen-Kernthema. Immer noch nehmen einige Unternehmen die Risiken des demografischen Wandels nicht ausreichend wahr. Das muss sich ändern. Denn als Unternehmen würden wir mit den Fachkräften auch ein Stück unserer Qualität „Made in Germany“ einbüßen. Deshalb arbeiten wir nicht nur unternehmensseitig, sondern gemeinsam mit der Gewerkschaft an diesem Thema. Denn ein solches Megathema lässt sich weder einseitig noch im Streit lösen, sondern nur gemeinsam.


152.139 Mitarbeiter in 976 Unternehmen

In der deutschen Holzindustrie sind derzeit insgesamt 152.139 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 976 Unternehmen beschäftigt.

www.bdf-ev.de




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