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Energienews


09.01.2013

BAFA: Auszahlungen für das Heizen mit Erneuerbaren gestiegen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat im Jahr 2012 mit 144 Millionen Euro Investitionen in Heiztechnik mit erneuerbaren Energien gefördert. Damit wurde das Fördervolumen des Vorjahres (112 Millionen Euro) um fast 30 % übertroffen.

Die Anzahl der geförderten Anlagen stieg von 60.000 auf 75.000. Im BAFA geht man geht davon aus, dass sich die Entwicklung 2013 verstärken wird. Dr. Arnold Wallraff, Präsident des BAFA, weist in diesem Zusammenhang auf neue Fördermöglichkeiten hin:

  • Die generalüberholte Förderung von solarthermischen Anlagen bei Mehrfamilienhäusern und Gewerbegebäuden, bei der nun auch Förderungen im Neubau möglich sind
  • Die verbesserte Förderung von solarer Prozesswärme in Gewerbe und Industrie, wobei bis zu 50 % der Nettoinvestitionskosten erstattet werden
  • Die Möglichkeit, Stadtwerke und Energiedienstleister direkt zu fördern, wenn sie Kunden im Rahmen eines Contractingmodells mit Wärme aus solarthermischen Anlagen, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen versorgen.

Für eine beschleunigte Durchsetzung erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung hält es Wallraff allerdings für notwendig, dass in der öffentlichen Diskussion der Fokus nicht nur auf den Strommarkt, sondern auch auf den Wärmemarkt gelegt wird. Schließlich machten Heizung und Warmwasser 40 % des Energieverbrauchs aus und produzieren ein Drittel der CO2-Emissionen. Zudem müsse erkannt werden, dass der Wärme- und Strommarkt unterschiedliche Märkte mit eigenen Funktionsprinzipien seien. "Während die Energiewende im Strommarkt nur mit großen Infrastrukturprojekten und massiven Eingriffen möglich ist, kann sie im Wärmemarkt unmittelbar in jedem einzelnen Gebäude umgesetzt werden. Hier kann man mit staatlichen Anreizen sehr schnell zu Ergebnissen kommen, von denen Bürger, Wirtschaft und Umwelt profitieren", so der Chef des BAFA.




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